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Wann sollte man einen Vaterschaftstest machen?

Eines Tages ging ich in die Küche und erblickte meine Frau kopfschüttelnd am Küchentisch, wie sie einen Zettel in den Händen hielt auf dem das Symbol der Firma ihres Ex-Mannes abgedruckt war. Was hatte das zu bedeuten? Ich wollte wissen was geschehen war. Sie und ihr Exmann hatten kein gutes Verhältnis und seit mehreren Jahren keinen Kontakt. Deshalb war ich sehr verwirrt über diese Situation. Als ich auch nach mehreren Minuten keine Antwort von meiner Frau bekam, nahm ich mir das Papier. Darauf stand, dass ein Irrtum vorzuliegen scheint und ich nicht der Vater unserer Tochter bin. Es wurde von mir verlangt einen Vaterschaftstest zu machen. Sein Vaterschaftstest hatte er bereits beigelegt. Die Ergebnisse waren eindeutig. Ich war im Schock. Wir sprachen eine ganze Weile nicht und schauten uns fragend an. Was sollten wir nun tun und glauben? Ich ging hoch ins Arbeitszimmer und recherchierte sofort nach DNA-Tests und wie man kostenlos einen Vaterschaftstest machen kann. Schnell wurde mir klar: das dauerte und es gab lange Wartelisten. Deshalb entschied ich mich für eine Alternative. Ich wollte einen DNA Test kaufen. Ich zog mir meine Jacke an und rannte zur Apotheke nebenan. Gerade noch rechtzeitig kam ich dort an und kaufte einen DNA Test. 

Wie es weiterging 

Keine leichte Zeit. Meine Frau wollte gar nicht gucken. Ich selbst hatte den DNA Test anhand von einer Speichelprobe gemacht. Hierfür sind in dem Pack die Tools beigelegt und man kann diese dann in einer Schachtel an ein Labor zur Überprüfung schicken. In der Regel sollte das nicht länger als einige Tage dauern. Leider hatte ich Pech, denn die Auswertung meiner Speichelprobe verzögerte sich durch einige Feiertage. Ich verlor aber keine Hoffnung. Ich war mir sicher, dass ich der Vater war. Ich konnte es mir gar nicht anders vorstellen. Was würde alles anders sein, wenn dieser Test negativ war? Gespannt warteten meine Frau und ich auf die Ergebnisse. Unserer Tochter erzählten wir von all dem nichts. Wir wollten uns lieber erst 100 % sicher sein. 

Stille und ein neuer Abschnitt

Die Ergebnisse waren da. Was soll ich sagen. Wir konnten es nicht glauben. Die Tests ergaben, dass ich tatsächlich nicht der Vater unserer Tochter war. Der Ex-Mann meiner Frau hatte Recht. Wie wir damit umgehen sollten und was sich nun alles verändern würde – das übertraf unsere Vorstellungskraft. Es konnte doch nicht sein? Wir waren überfordert mit der Situation und suchten uns Hilfe. Zum Glück fanden wir einen Rechtsanwalt der uns zur Seite stand und auch eine Psychologin, der wir unser Gefühlschaos nah bringen konnten. Die Durchführung und die Auswertung des Tests war unkompliziert – das was daraufhin folgte, war eine Herausforderung. 

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